Ein Klassiker unter den Möbelstücken, ist der, im Volksmund salopp bezeichnete Holztisch. Doch die Modelle reichen heutzutage von modern, kombiniert mit Edelstahl, bis hin zu den klassischen Variationen der 60er-70er Jahre in dem bekannten Eiche-Rustikal-Stil. Wenn von einem Holztisch gesprochen wird, ist dies nur eine Grundbezeichnung. Denn man muss zwischen Massivholztischen und furnierten Tischen unterscheiden. Pflegeleichter sind in jedem Fall die furnierten Holztisch-Modelle. Doch zeigen sich hier auch entscheidende Nachteile: eine furnierte Holzfläche, kann, bei Beschädigung, nur bedingt nachbehandelt werden. Zudem besteht bei einer mechanischen Verletzung der Furnierschicht die Gefahr, dass Flüssigkeiten, wie Wasser oder umgekippte Getränke, schnell in das darunter liegende Holz einziehen können. Die Feuchtigkeit lässt den furnierten Holztisch aufquellen, was zu weiteren Beschädigungen des Furniers führen kann. Für den Kern eines solchen Tisches wird meist "minderwertiges" Sperrholz verwendet (weil man es eben nicht sieht).

High-End Holztisch Eiche massiv mit Edelstahl.
Massivholztische hingehen vertragen Feuchtigkeit besser; solange man ihnen Gelegenheit gibt wieder zu trocknen. Der Massivholztisch besitzt keine Schicht (Furnier), die über dem Holz liegt. Somit können auch keine größeren Folgeschäden, wie beim furnierten Holztisch, entstehen. Massivholz kann natürlich "arbeiten": es zieht sich zusammen und dehnt sich wieder aus. Dies ist ein fortlaufender und natürlicher Prozess, während der gesamten Lebenszeit eines Massivholztisches. Um diesen Prozess möglichst zu minimieren, werden, bei hochwertigen Herstellern, laufend, so genannte „Holzrestfeuchte-Messungen“ durchgeführt. Im Allgemeinen spricht man bei 8%-10% Holzrestfeuchte von einem optimalen Wert bei Holztischen. Theoretisch könnte man, mit modernen Trocknungsanlagen, den Wert auf fast 4 % Restfeuchte reduzieren. Doch wäre dies eher kontraproduktiv, da Massivholz eine Restfeuchte unbedingt benötigt.